Nachstehender Brief des s.g. Herrn Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung erreichte Anfang dieser Woche meine, und noch ein paar Hunderttausend andere, leicht oder schwerer entzündeten Sehapparate – für alle die, die keine schulpflichtigen Kinder haben, die Originalversion mit den besten Kommentaren von Allen(die sind kursiv…)
Elternbrief BM Heinz Fassmann
Sehr geehrte Eltern, sehr geehrte Erziehungsberechtigte,
(sehr löblich, er denkt an die abgetauchten Erzeuger oder Erzeugerinnen, Transgender oder drittes Geschlecht, die sich vor der Schule erfolgreich freiwillig oder unfreiwillig drücken – Eltern heisst nicht gleich Erziehungsberechtigt und Erziehungsberechtigt heisst nicht gleich Erzeuger)
seit Anfang Juni befinden sich die meisten (die allgemeine Schulpflicht wurde erstmalig ausgesetzt, schwänzen war und ist erlaubt) Schülerinnen und Schüler (wo bitte ist das dritte Geschlecht?) wieder im Präsenzunterricht an ihren Schulstandorten. Nach Monaten des Distance Learning war es mir ein besonderes Anliegen, noch vor den Sommerferien durch einen geregelten Unterricht (die Berichte der besten Mädchen von Allen sowie die Haus- und Schulübungen sprechen eine andere Sprache) in den Klassenzimmern – wenn auch unter besonderen Hygieneauflagen (stimmt, an der Eingangstür hängt ein Plakat – auch an der Garderobe ein Plakat , als ich während Maskenzwangzeit einmal die Schule betrat traf ich auf den Leerkörper, Verzeihung Lehrkörper, mit Maske um den Hals, ein modisches Etwas angesiedelt zwischen Halskette und Kinnschutz) ein – ersten Schritt in Richtung „Normalität“ zu setzen, der sowohl aus didaktischer (danke, aber beim Home Learning hatten meine Kinder einen motivierten Privatlehrer der Fragen so lange beantwortete bis sie es verstanden hatten) als auch aus sozialer (mehrfach gab es seit Juni, Tränen, Enttäuschungen und viele Stunden in der Schule ohne sinnvolle Beschäftigung, sehr sozial) Sicht wichtig war.
Wir haben in den letzten Wochen und Monaten deutlich gesehen: Schule ist nicht nur Ort der Wissensvermittlung, sondern auch der Begegnung und des sozialen Austauschs. (Schule ist auch der Ort, der einer ganzen Menge von frustrierten, unmotivierten, faulen und frech fordernden, als Menschen verkleidete Zombies ein Auskommen sichert)
Mein Ziel für das kommende Schuljahr 2020/21 ist daher, den Schülerinnen und Schülern im September einen möglichst regulären Schulstart zu ermöglichen. Das heißt, dass – wenn es die aktuell sehr stabilen Infektionszahlen auch bis dahin zulassen – die Schule im Herbst so beginnt, wie sie auch im letzten Schuljahr begonnen hat: mit gewohntem Stundenplan, ohne Schichtbetrieb. (Wäre es nicht auch ein gutes Ziel, den Schulbetrieb auf ein modernes, den Anforderungen des Lebens ausgerichtes Etwas zu verändern, das dem Auftrag der Bildung nachkommt, Ferien in einem erträglichen Ausmaß hat und bei dem Lehrer und Verwaltung in einen Dialog mit den Meenschen gehen, deren Kinder sie treuhänderisch den halben oder ganzen Tag übergeben bekommen?) Wäre es ein Ziel die Lücken die geschaffen wurden durch irgendeinen Plan zu schließen? Wäre es ein Ziel die 2 Wochen nach und die 2 Wochen vor den Ferien endlich wieder als Unterrichtswochen und nicht als Vor-und Nachlauf der Ferien anzusehen? – NEIN unser Ziel ist es ab September wieder Soldaten mit dem geringst möglichen Aufwand zu erziehen)
Natürlich gilt jedoch auch für das kommende Schuljahr: Alle Entscheidungen im Zusammenhang mit COVID-19 im Bildungsbereich werden auf Basis der jeweils aktuellen Infektionszahlen und in Ableitung der Vorgangsweise des Krisenstabes der Bundesregierung getroffen. (Da bin ich mir nicht ganz sicher ob der Krisenstab der Bundesregierung immer richtig, gesetzestreu und zum Wohl der Menschen entscheidet – insbesondere bei sehr wahrscheinlich wieder ansteigenden Infektionszahlen bin ich schon ganz gespannt ob unsere kleinen Virenschleudern wieder, zum Wohl der Gesellschaft (und der Freizeit der Leerkörper, schon wieder dieser Rechtschreibfehler Lehrkörper) in die dann nicht mehr kurz- oder gar nicht mehr arbeitende häusliche Betreuung übergeben wird.
Ich möchte an dieser Stelle die Chance nutzen, Ihnen für Ihren Einsatz in den letzten Wochen und Monaten Anerkennung und Dank auszusprechen. Mir ist bewusst, dass diese Zeit für Sie als Eltern und Erziehungsberechtigte besonders belastend war. (Nein Herr Bundesminister, wir lieben unsere Kinder und für deren Wohl ist uns, im Gegensatz zu Anderen, kein Einsatz, keine Mühe und auch kein Suchen nach Mathematik, Deutsch, Englisch… Lösungen zu groß) Die Umstellung von Präsenzunterricht auf Distance Learning wäre ohne das große Engagement der Pädagoginnen und Pädagogen, aber vor allem ohne Ihre Unterstützung in dieser Form nicht möglich gewesen. (Eine Bemerkung zu diesem Satz erspare ich mir, erstens möchte ich mich nicht wiederholen, zweitens nicht rechtlich belangt werden und drittens brauche ich kein Lob von einem Bundesminister – Taten, Veränderungen, das Zeigen mit der Zeit gehen zu wollen, Beurteilungssysteme für Lehrer, Dialoge und Kommunikation ohne das Wohl des Kindes zu gefährden, das wäre die größte Anerkennung für uns Eltern und leider die größte Belastung für die Lehrkörper – äh Verzeihung, Leerkörper)
Wien, 29. Juni 2020
Ihr Heinz Faßmann
Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Sommer gemeinsam mit Ihrer Familie und weiterhin viel Gesundheit. (9 Wochen Sommerferien, ohne Rücksicht auf Verluste wird das durchgezogen – wer während des shut downs fleissig mit den Kinder Mathe geübt hat weiss jetzt wieder:
neun mal fünf ist fünfundvierzig und eben nicht fünfundzwanzig, Eine kleine Lücke von 20 Arbeits-Schultagen oder schlappe 4 Wochen. Eine Lösung, ein Angebot, eine Unterstützung vom Krisenstab, dem feinen Herrn Minister oder dem noch feineren Herrn Bundeskanzler? FEHLANZEIGE
Kommende Woche gibts das Zeugnis, das den Namen nicht verdient, davor eine Vater-Unser und dann ab durch die Mitte Ihr frechen Kinder – wird Zeit dass sich Herr und Frau Lehrer von dem ganzen Covid Stress erholen können
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann
Bundesminister
Bundesmagistratsverwaltung für Revolutionsanzettelung
h.c. Jochen Maurer