Auch wenn ich immer wieder mal längere Pausen beim Schreiben einlege, habe ich trotzdem ein paar treue Leser.
Vielleicht erinnert sich ja der Eine oder die oder das Andere (Verzeihung aber Mann muss an das dritte Geschlecht denken) noch an meinen Brief den ich vor rund 2 Jahren an den damaligen Finanzminister Löger geschrieben hatte.
Obwohl keine E-Mail Adresse hinterlegt, konnte ich durch geschicktes Aneinanderreihen von Vornamen, Namen und E-Mail Endung des Bundesministeriums für Finanzen eine zustellbare Adresse generieren…
Den Brief hätte ich besser nicht geschrieben.
Damals hatte ich mich freundlich aber bestimmt über die Diskrepanz zwischen Marketingbotschaft und Realität von „finanzonline“ in Bezug auf Kundenfreundlichkeit, Bearbeitungszeit, Erreichbarkeit beim Herrn Finanzminister gemeldet. Bürgernähe einmal andersrum.
Zwar wurde meine Steuererklärung nach dem Schreiben umgehend bearbeitet und ich habe den von mir zuviel bezahlten Betrag an Einkommenssteuer relativ schnell erstattet bekommen, doch jetzt zeigt mir der Verwaltungsschimmel seine ganze Größe.
Ich denke mal daß ich der einzige österreichische Steuerzahler sein werde, der in den Büchern der EZB als Langzeitgläubiger Österreichs vermerkt werden wird.
In der Zwischenzeit liegen die EST Erklärungen 2018 und 2019 mit sämtlichen angeforderten Nachforderungen und Nachprüfungen in meinem Steuerakt und sind als „In Bearbeitung“ aufgelistet. Spannend dabei ist, daß ich zwei von gefühlt zweihundert Zeilen ausgefüllt hatte.
Die Worte die mir durch den Kopf gehen wenn ich an dieses kleingeistige Verhalten denke lassen mich leicht erröten und gleichzeitig auch verstehen warum auf den Schreiben und auf der Homepage keine Namen und Telefonnummern angegeben sind.
Leider habe ich mit dem neuen Finanzminister viel weniger Gemeinsamkeiten als mit seinem Vorgänger. Er ist wesentlich jünger als ich es jemals war, er hat nur eine Tochter und die ist noch ein Säugling zusätzlich hater außerhalb der Politik noch nicht gearbeitet. Da fehlen einfach die Gemeinsamkeiten mit denen ich ihn ansprechen könnte und außerdem möchte ich nicht, dass irgendwann ein schwarzer Minivan vor dem schönsten Zuhause von Allen auftaucht, ich mit dem Müll raus muss und ich mich dann schwuppdiwupp für Jahre in einer Zelle für „geistigabnorme Verwaltungskritiker“ wiederfinde.

Der Verwaltungsmitarbeiter (dies gilt wahrscheinlich für alle Ämter und Behörden) der von unseren Abgaben sein Leben erhält, versteht offensichtlich keine Kritik – schon gar nicht wenn er sich dafür eventuell rechtfertigen muss.
Aber immerhin sind nun die Atemschutzmasken von der Umsatzsteuer befreit:
„Der Steuersatz für Atemschutzmasken wird vom Bundesministerium für Finanzen von 20% auf 0% für die Lieferungen und die innergemeinschaftlichen Erwerbe reduziert. Dies gilt für Lieferungen und die innergemeinschaftlichen Erwerbe, die nach dem 13. April 2020 und vor dem 1. August 2020 ausgeführt werden. Die gesetzliche Grundlage wird ein entsprechendes rückwirkendes Inkrafttreten vorsehen…“
Lieber Jochen!
Danke das es Menschen wie dich gibt, der diesem Sch… der öffentlichen Verwaltungsgesellschaft (wie ich auch den Polithanseln unserer Heimat) mit erhobenem Haupt begegnet.
Was ist bloß aus dieser heilen Welt geworden – Gier, Geiz und Hyperkapitalismus – und das Ergebnis haben wir jetzt brühwarm vor die „Birne“ geknallt bekommen.
Schrittweiser Stillstand (samt Förderung von minderbemittelten Großbetrieben und Konzernen die in Steueroasen versteuern und Staatsbetrieben = ORF).
Der kleine Mann/Frau/Andere können sprichwörtlich „baden“ gehen, obwohl das heuer auch noch nicht geklärt ist.
Und: EUROPA
Gratulation zu diesem Totalschaden- macht sich über Schuldengrenzen und Beiträge von Österreich Gedanken- ich sag da nur wie schon zu Beginn als ich noch zu jung für eine Stimme war: TIME TO SAY GOOD BUY 🖕
Alles Liebe und lass dich nicht unterkriegen
Michael (Mr.Alarm 🚨)
LikeLike