Vorsätze…

Da es bei mir noch nie mit einem Neujahrsvorsatz geklappt hat, habe ich aufgehört mir, am 31.12., 23:55 Uhr, leicht oder schwer angesäuselt, etwas für das kommende Jahr vorzunehmen. Entweder konnte ich mich in der Folge nicht mehr zur Gänze erinnern oder wenn ich mich erinnert habe, hatte ich den Vorsatz schon wieder gebrochen…

Und warum um Himmels Willen soll ich mich vorsätzlich bestrafen?

Ein Lebensjahr zu vollenden ist in meinem Alter ein wesentlich größerer Erfolg als das Ende eines Kalenderjahrs zu zelebrieren, daher nehme ich  mir gerne 182 oder 183 Tage nach Silvester, also am 30.06. etwas vor.

Dieses Jahr habe ich mir etwas vorgenommen das ich gerne mit Euch allen teilen möchte und mich darauf freue von Euch einen Rüffel zu erhalten, wenn ich gegen meinen Vorsatz verstoße.

Ab sofort werde ich wieder jede Woche eine Geschichte aus dem Leben mit der besten Ehefrau von Allen, im schönsten Zuhause, den tollsten Kindern und dem besten Beruf von Allen schreiben. Stoff gibt es genug und wenn ich den nicht los werde, fürchte ich den Silvester in meinem Kopf.

Los geht es mit einer Beobachtung, die nur aufgrund der Sommermonate möglich ist. Dies aber nur aufgrund der Länge der Tage und nicht der höheren Temperaturen, obwohl die gestiegenen Temperaturen die Beobachtung erst ermöglicht haben.
Jeden Montag Morgen bin ich gegen 05:20 am Flughafen in Klagenfurt um, nach überstandener Sicherheitskontrolle. pünktlich um 06:00 Uhr in Richtung Wien zu fliegen. Dies ist, außer dem frühen Aufstehen, wahrlich keine große Leistung, immerhin machen das neben mir ungefähr 20 andere Superhelden auch jeden Montag. In den Sommermonaten ermöglicht das schöne Wetter und die Helligkeit allerdings meistens Bodensicht von Klagenfurt bis nach Wien. Schöne Wanderwege, Flüsse, Seen, Gebirge, das Land ist wirklich schön und wird immer wärmer. 
Und hier beginnt meine Beobachtung: Da die Flugstrecke von Klagenfurt nach Wien auch über sehr viele Dörfer, Gemeinden und andere Ansiedlungen führt kann ich gut in „Nachbars Garten“ sehen und dabei ist zu beobachten, daß es eine merklich große Anzahl an Schwimmbädern, vornehmlich runde auf dem Boden stehende, gibt. In der Zwischenzeit sind die Gärten, die kein Schwimmbad haben merklich in der Unterzahl und selbst in den Ansiedlungen die sich, nach rund 15 Minuten Flugzeit in der steirisch-kärntner Berg-und Hügelwelt. Rund um die Baumgrenze befinden leuchtet es vermehrt Mykonos Blau aus den Gärten.
Eine kleine Hochrechnung:
Österreich besitzt 2096 Gemeinden mit ca. 2,2 Millionen Gebäuden, davon sollen ca. 1,7 Millionen Häuser mit 1 oder 2 Wohnungen sein, also sogenannte Einfamilien Häuser, die meistens einen Garten dabei haben. (Quelle Registerzählung Statistik Austria 2011).
Wenn meine Flugbeobachtungen stimmen und mindestens jeder dritte Garten einen Pool besitzt, und der jeweils rund 20.000 Liter Wasser fasst (4,5 m Rundpool mit 1 m Tiefe = 16.000 Liter) speichern wir mehr als 10 Millionen Kubikmeter verchlortes Trinkwasser.

Pools, Pools, Pools


Glückliches Österreich, daß wir über solche Ressourcen verfügen und ja, auch im schönsten Garten von Allen steht ein Aufstellpool das sicher 20.000 Liter Wasser im Jahr benötigt und nein, ich möchte das nicht missen. ABER, wie wäre es denn wenn jeder Poolbesitzer pro Jahr 100 Euro Pool- oder Solidaritäts- oder Menschlichkeits- oder „was weiß denn ich für eine ZWECKGEBUNDENE Abgabe“ bezahlen müsste, die für Wasseraufbereitung in Ländern mit weniger Ressourcen sorgen würde.
Denn auch wenn ich gerne Gäste im schönsten Zuhause von Allen begrüße, ganz fremde aus ganz anderen Kontinenten möchte ich nicht unbedingt ohne Einladung Freitags früh in unserem Pool sitzen sehen…

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