Danke

Ich weiß aus eigener Erfahrung wieviel Aufwand und Schmerzen es bereitet wenn Mann oder Frau den elektronischen Sondermüll der social networks nicht nur überfliegen, sondern auch verstehen und im besten Fall noch darauf reagieren soll.

Umso mehr habe ich mich über die Vielen gefreut, die meiner Bitte nach Weitergabe der Stellenanzeige gefolgt sind.
Es ist offensichtlich Vollbeschäftigung in Berlin und die wenigen die nicht arbeiten haben sich das ganz bewusst ausgewählt. In der Zwischenzeit habe ich mich schon mit wildfremden jungen Damen verlinkt um ihnen dann ein unmoralisches Angebot unterbreiten zu können… Ich schlenderte durch Einkaufsgeschäfte, Beherbergungsbetriebe und treibe mich gelegentlich in höherwertiger Gastronomie herum. Alles nur um bei Suche nach der Richtigen fündig zu werden. Zum Glück bin ich nur auf der Suche nach einer Assistentin fürs Büro und mache das mit der besten und einzigen Erlaubnis von Allen.

Also noch mal Danke fürs teilen! Bitte macht damit weiter. Nicht bei der Suche nach einer Assistentin, die habe ich hoffentlich gefunden, sondern beim Helfen, beim Lesen und beim Miteinander! Dann haben die sozialen Netzwerke einen Sinn und eine wirkliche Berechtigung.

Und weil Ihr mir alle dabei geholfen habt eine tolle Kollegin zu finden erzähle ich Euch mal wieder eine kleine Geschichte aus dem besten Leben von Allen.

Daß ich ein großer Anhänger des jungen und des alten Udo Lindenberg bin, ist kein Geheimnis. Der Song „Mein Body Du und ich“ ist dabei seit gut 5 Wochen ganz oben auf meiner Playlist.
„Schaufensterkrankheit“ hörte ich aus dem Mund meines lieben Hausarztes, „Schaufensterkrankheit, das müssen Sie unbedingt ansehen lassen“. Seit rund einem halben Jahr verspüre ich nach ungefähr 250 Meter schnellen Gehens einen solchen Schmerz in meinen beiden Waden, daß ein Weitergehen nur nach einer kurzen Pause möglich ist.

„Magnesium, bessere Schuhe, trainiere Deine Muskulatur“ und viele andere gute Ratschläge erhielt ich. Leider reichte der gesamte weltweite Magnesiumvorrat nicht aus um diese Krämpfe zu bekämpfen. Und da es sich um ein Metall handelt schlugen die Scanner am Flughafen bereits an wenn ich nur durch die Eingangstüre ging. Bessere Schuhe als die die ich besitze kann ich mir nicht kaufen und versuch mal was zu trainieren wenn jede Bewegung schmerzt. Also habe ich das einzig richtige getan und bin einfach langsamer gelaufen, bis zu dem Zeitpunkt als ich von der Schaufensterkrankheit hörte und las. Durchblutungsstörungen, der Anfang vom Ende der unteren Extremitäten. Nächster Halt offene Wunden und Amputation. Die Gründe dafür sind gar vielfältiger Natur und in dem Lied vom Udo ganz gut beschrieben.
In der Sekunde habe ich aufgehört zu rauchen und seitdem keine Tschick mehr angerührt. Gleichzeitg habe ich damit begonnen das Gehen neu zu lernen: beim ersten Intervall gehe ich so schnell und so lange bis der Schmerz kommt, dabei zähle ich die Schritte. Beim zweiten Mal bleibe ich zehn Schritte vor dem Schmerz stehen und dann gaht das so in Intervallen den Ku´damm hoch und runter.
Was ich dabei alles erlebe… Klasse! Am besten haben mir in den vergangenen Wochen die Teilnehmer der Expedition gefallen die gleichzeitig durch die Wüste und den Nordpol geht. Während die Füßchen in Sneakers und Füsslingen stecken, die Hosen in der Mitte Schienbein enden, steckt der Körper in einem Antarktis-Parka, der bis Minus 200 Grad zugelassen ist.
Gut finde ich auch die Gestalten, die mit dem Lift in das Fitness Studio fahren um dann auf den Stepper zu steigen um Treppenlaufen zu imitieren…

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