Am Sonntag, 29.April 2018 war autofreier Tag rund um den Wörthersee. Juhuuu, endlich waren die Straßen der Stadt frei von den Radfahrern, Skatern und sonstigen Freaks die denken dass die Fortbewegung mittels Muskelkraft die Straßenverkehrsordnung außer Kraft setzt.
Ampeln, Einbahnstraßen und das „rechts-fahr-Gebot“ zählen offensichtlich nur für Fahrzeuge die mit einem Motor betrieben werden und nicht zur Kategorie Fahrrad mit elektronischem Hilfsantrieb zählen.
Nein, ich mag sie nicht die Radfahrer, ganz pauschal, auch wenn es vielleicht ein oder zwei gibt die sich anständig verhalten.
Gruppen von als Eddy Merkx verkleidete Radrennfahrer, die auf öffentlichen Straßen das Formationsfahren üben, Mütter mit Radanhänger (in denen wirklich Kinder sitzen!!!) die mitten in der Stadt rückwärts einparken üben, Mountainbiker die bergauf so schwanken, dass der besoffenste Seemann bei Windstärke 10 im Vergleich dazu geradeaus geht. Jeder einzelne gefährdet sich und alle die ihm in die Quere kommen, und am Schlimmsten dabei, weil sich die Vögel körperlich anstrengen, gehen sie davon aus, dass sie alles richtig machen.
Gestern war rund um den Wörthersee alles erlaubt:
„Wörthersee autofrei, das ist ein Ausflug mit Familie und Freunden an den See, um in gemütlicher Runde zu radeln, skaten und das schöne Wetter genießen, vor allem aber – und das gibt es schließlich nur einmal im Jahr – den gesamten Wörthersee ohne motorisierten Verkehr zu erleben. Rund um den See bietet die freundliche Wörthersee-Gastronomie Schmankerln und Deftiges an und laden zum Verweilen und Genießen am See ein.“
Das ist aus mehreren Gesichtspunkten kontraproduktiv…
Erstens – der gemeine Radler könnte davon ausgehen, dass der Zustand auch am Tag danach noch anhält und beansprucht die Straße weiter für sich alleine
Zweitens – die freundliche Wörthersee Gastronomie, der Hunger und Durst der Radler, verbunden mit der alkoholfreundlichen DNA des Kärntners und des Gastes führt zu Kopf- und Gliederschmerzen, ausgelöst durch das letzte „schlechte“ Stamperl oder die Rolle vorwärts, über den Lenker gehechtet aufgrund mangelnder Koordination.
Drittens – den Benzinbrüder, die sich bereits in großer Anzahl für das GTI Treffen am Wörthersee befinden, wurde der Spielplatz entzogen. Dadurch hatten die besten Mädchen von Allen und ich einen riesigen Spaß am Sonntagvormittag. Der Parkplatz rund um OBI, Toys-r-Us und Sportgeschäft, nahe der OMV Tankstelle in der Völkermarkter Straße, inklusive Völkermarkter Straße wurde zu einem Stelldichein von obskuren Autos und Figuren.
Die Mädchen bekamen Augen groß wie Bratpfannen beim Anblick von Jenny, Jaqueline und Kevin aus der Bundesrepublik mit Ihrem Golfs, Jettas, Porsches und Lamborghinis. Dazu Tattoos und Piercings, Chrom, Benzinduft und eine Menge Übergewicht.
Was für eine Koordination – kann eine Tourismus Stabsstelle ja auch nicht wissen, dass die Autofreaks schon eine Woche vor dem Treffen anreisen.
Kein Wunder dass die Situation so ist wie sie ist.