Die Menge an Zucker die ich an Ostern zu mir genommen habe würde wahrscheinlich reichen um eine mittlelgroße afrikanische Stadt ein Jahr lang mit Kalorien zu versorgen. Nicht gesund aber immerhin.
Hammer. Manchmal habe ich mich ins Kinderzimmer geschlichen und den besten Mädchen von Allen die Baiser Eier, die Schoko – Eier und die Osterhasen weggegessen.
Einmal angefangen war ich nicht zu bremsen und der hausgemachte, sonst wunderbar köstliche Nussstrudel der „baka“ schmeckte nur mehr nach Sägemehl.
Der notwendige Entzug, dem ich mich freiwillig seit Montag 20.00 Uhr unterworfen habe, könnte als Vorlage für die Wiederaufnahme von „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ dienen.
Genauso viele Pusteln im Gesicht wie ein Drücker, zwar nicht so abgemagert dafür aufgeschwemmt. Alleine beim Gedanken an das weiße Gift könnte ich durch die Decke fliegen. Zum Glück braucht es für den dringenden Zuckerschock gerade mal ein paar Euro-cent, denn egal auf welchem Strich, derzeit würde ich aus vielerlei Gründen nirgends Geld verdienen können.
Der Zucker Entzug führte sogar so weit, dass meine sonst ganz wachsamen Sinne den Dienst teilweise einstellten oder ganz einfach machten was sie wollten.
Am Dienstag lasen meine Augen dass das Bestattungsunternehmen Oliver Wyman dem Finanzsektor ganz üble Zeiten vorhersagt.
Bestattungsunternehmen gelesen, wo doch ein Beratungsunternehmen geschrieben war… Obwohl, wenn ich mich an die Zeit mit Beratern zurück erinnere, blieb nach deren Mandat weniger übrig als vorher da war. Kein Wunder, müssen doch zumindest die Kosten der Beratungsleistung reinkommen und dann das Ergebnis erhöht werden.
Da in der Regel nur eine definierte und auch begrenzte Anzahl an Kunden und Ertrag in einem Geschäfts- oder Marktumfeld zur Verfügung steht, geht die Ergebnisverbesserung oft nur über Kostenreduzierung. Die einfachste Methode dabei ist Schlagzahl gleich lassen oder leicht erhöhen, die Anzahl der rudernden Sklaven dafür verringern.
Da die vom Rudern befreiten Sklaven aber nicht einfach endgültig entsorgt werden können, gehen die auf die nächstbeste Galleere und rudern dort mit gleicher oder erhöhter Kraft.
Das Bestattungsunternehmen (ich finde diesen Begriff übernehmenswert) Oliver Wayman hat für die deutschen Banken bis ins Jahr 2030 folgendes Szenario skizziert:
„Der deutsche Bankenmarkt steht kurz vor einem großen Umbruch: In 10-15 Jahren wird es statt heute 1.600 nur noch 150 bis 300 Banken in Deutschland geben, die nachhaltig erfolgreiche Geschäftsmodelle haben. Der Wettbewerb nimmt zu und immer mehr Auslandsbanken, FinTechs, Marktinfrastrukturanbieter und globale Technologiekonzerne dringen in das deutsche Bankengeschäft vor. Gleichzeitig werden Kunden durch die Digitalisierung immer anspruchsvoller und erwarten nahtlos miteinander verknüpfte Lösungen, die einfach zu bedienen sind.“
#hierderganzereport
Ich weiß was mir meine lieben Freunde aus der Bankenlandschaft erwidern:
Studien wie diese gab es in den letzten Jahren viele, – Bankberater wird es immer brauchen -Banken erfüllen einen wichtigen Zweck – Banken tragen viel zum Allgemeinwohl bei – Banken braucht man weil…
Ja warum eigentlich? Wer war in der letzten Woche, im letzten Monat, im letzten halben Jahr mal in einer Bankfiliale?
Welche Dienstleistung wurde dabei in Anspruch genommen, die nicht online oder beim netten Trafikanten oder bei der Supermarkt Kassiererin hätte gemacht werden können?
Es bleibt erschreckend wenig übrig vom ehemals so spannenden und wichtigen Berufs des Bankkaufmanns.
Eins glaube ich zu wissen:
der zuckerhaltigste Dino-Körper von Allen wird vorher wieder Zucker essen bevor er in eine Bankfiliale geht.