Du kannst mir ma anne Pupe schmatzen..

Nachdem ich das unglaubliche Vergnügen hatte ein paar Tage auf Europas größter Immobilienmesse zu verbringen, ist der berufliche Alltag eingezogen.
Berlin, Berlin, ich fahre nach Berlin.
Doch der Reihe nach.
Dienstag bis Donnerstag der vergangenen Woche war ich in Cannes. Cannes, das ist eine der Städte an der Cote d´Azur in denen das Geld abgeschafft wurde. Natürlich gibt es dort noch Geld – bar, unbar, existiernd und ganz sicher auch nicht existierend.
Das Geld in seiner Form ist dort allerdings offensichtlich anders bewertet. Muss so sein, denn ähnlich wie in der Schweiz wo 5 Schweizer Franken 8 Franken kosten, kosten an der französischen Geldküste 5 Euro 15 Euro.
Ein Appartement in 1b Lage, 170 qm groß um 14,5 Millionen Euro, ein Mc Laren Spider um 380.000 Euro oder ein Cafe au Lait um 6,50, Für jeden Geldbeutel was dabei.
Bei einem Ausflug zum Abendessen nach Monaco lernte ich was es heißt Immobilien und Werte zu schaffen.
In der Kurve zum Tunnel – Formel1 Fans kennen den Platz – ist eine kleine Baustelle entstanden. Was auf den ersten Blick als Erstellung eines Kreisverkehrs durchgehen könnte ist die Befestigung der Zufahrt für eine der wertvollsten Baustellen der Welt.
Im Meer stehen berits Kran- und Baggerschiffe, die Tag und Nacht den Meeresboden begradigen. Tock, tock, tock – Angleichung des Untergrunds um diesen inder Folge zu befestigen, aufzuschütten und so vorzubereiten, dass 18 Senkkästen aus Stahlbeton in das Meer eingebracht werden können. Jeder einzelne der Kästen ist 18 Meter hoch und wiegt 10.000 Tonnen.
Das so entstehende Fundament soll 1 Milliarde Euro kosten – Kosten die die Baufirma tragen soll um im Gegenzug die Baurechte zu erhalten.
Tock, tock, tock – Tag und Nacht in bester Lage. Die Bewohner der Nachbarschaft können leider keine Mietpreisreduktion beim Fürsten einfordern sondern flüchten in ihre Zweitwohnsitze, auf Schiffe oder bleiben einfach mit Ihren 4-strahligen Jets in der Luft, bis 2025, denn so lange sollen Bagger, Betontransporter und Kräne dort arbeiten.
Ein liber Freund, der in Monaco wohnt linderte meinen Schmerz mit den Anwohnern, indem er lässig verkündete dass Immobilien in dem Bereich in der Mehrzahl von family offices benutzt wird. Könnte stimmen, denn Lichter in den Wohnungen konnte ich, trotz Dunkelheit, keine erkennen.
Auffällig fand ich die extrem hohe Anzahl an Gebrauchtwagenhändler.
Im Gegensatz zu Hasan und Mehmet, die um die Ecke den Tacho zurückdrehen, die Gummimatten austauschen und damit „zweite Hand“ vorspielen, stehen bei Yves, Gerard und Louis Autos mit ganz wenig Kilometer und noch weniger Bodenfreiheit. Flundern mit sehr vielen Pferden, die offensichtlich keiner mehr will. DEr Grund ist nicht Geld, den das ist wie berits gesagt abgeschafft. Der Grund liegt wohl an den Polizisten und zwar den schlafenden. SChlafende Polizisten sind die sinnvollste Verkehrsberuhigung seit Einführung des Ottomotors. Erhöhungen auf den Strassen, deren Steigung der letzten Meter am Mount Everst in nchts nachstehen. Wer in Physik aufgepasst hat versteht, dass bevor der Reifen die Steigung erreicht hat, der Spoiler schon bei den Fischen ist.
Wäre Südfrankreich in Österreich hätten bereits Lobbyisten, Branchenvertreter oder die Freunde zum Schutz der Strassenrennwagen die schlafenden Poliszisten aufgeweckt. Nicht in Südfrankreich…dort stehen richtig lässige Autos in den Auslagen.

Auslagen gibt es in Berlin auch mehr als genug.
Noch viel mehr gibt es aber Sprüche aus der Berliner Schnauze. Und die lerne ich im Moment kennen.

Frage in einer Bäckeri: Kann ich hier auch frühstücken?
Antwort der Bäckereifachangestellten: „Wenn ick hier Wasser rinn lasse, könnse hier ooch schwümm.“

Information nach einem leichten Anschubser mit dem Einkaufswagen
Ick gloob mein Schwein pfeift. Männekien ick schieb dir geich eene.

Gehört am Ku´damm:
Ick hab vom loofen schon janz krumme Beene“

Fußläufiger Vermarkter eines Restaurants:
Komm se rin, könn‘ se rauskieken!“

Bewerber im Gespräch
Mir und mich verwechsle ick nich, dit kommt bei mich nich vor“

Ick liebe Dir – Berlin – und dat schon nach een paar Tagen!

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