Führer, Braun und Affen im bikini bei bene

Beim Aufbau eines Büros und einer Vertriebseinheit gibt es Einiges zu tun. Und wenn der Aufbau in dem Land geschieht, das die Bürokratie erfunden hat, ist Einiges einigermaßen untertrieben.

Internet kommt in Deutschland noch aus der Wand und für die Inbetriebnahme kommt der Techniker und „muss in den Keller die Leitungen durchmessen“. Der nächste Termin ist in 6-8 Wochen, „aber nutzen Sie doch bis dahin einen von unseren vielen hotspots“. Freundlich sind sie ja, meine Landsleute.

Zum Glück machen die Inselaffen von vodafone, trotz Brexit, in Deutschland Geschäfte und bieten Internet aus der Luft an. So mit der Welt verbunden kann Mann dann Termine beim Amt vereinbaren, denn einfach,so vorbeischauen geht gar nicht.

Alles organisiert.

Organisiert sollte auch ein Büro sein. Dabei sind Möbel im allgemeinen und im speziellen hilfreich. Schön, dass es Firmen gibt, die Holz, Stahl, Plastik und Schaumstoff so miteinander verbinden, dass Sitz- und Liegemöbel entstehen.

Eine dieser Firmen, den österreichischen Büromöbel Hersteller bene, habe ich gebeten einen Vorschlag zur Ausstattung der schönsten Büros in Berlin zu machen.

Was für ein Zufall und Glück, dass just in diesen Tagen bene eine neue Büromöbel Linie „studio“ auflegt und im Rahmen einer Roadshow vorstellt. Gestern Abend war die Party in Berlin, im bikini.

Bikini ist ein Einkaufszentrum der schönen Art, so ist zB eine Aussenwand eine riesige Glasscheibe, die den Besuchern direkten Einblick in das Affengehege des Berliner Zoos gibt. Nicht ganz klar ist, in welchem Bereich die grösseren Affen leben.

Die neue Möbellinie von bene wurde von einem österreichischen Designer – Thomas Feichtner – entworfen. Der Designer und die Führungsetage waren gestern da und präsentierten die Geschichte rund um die Entwicklung und Produktion der Möbel.

Transformation in die neue Zeit, Vermischung von Arbeit und Privat, Raum für Kabel und Kleinkram durch eine zweite Ebene und mobile Schubladen und Aufbewahrungsboxen…gut gelungenes Konzept, funktional und schön anzusehen. Der Anblick der Möbel wurde nur durch ein paar Kleinigkeiten getoppt…

Warum schauen eigentlich alle Designer, Architekten, ja selbst Vertriebsleute aus dieser Branche immer gleich aus? Gibt es einen dresscode und eigene Geschäfte für diese Menschen? Schwarzes Sakko, schwarzes T-Shirt, schwarze Hose, Sneakers, lange, nach hinten gekämmte Haare (müssen grau sein) und eine Hornbrille, die gern auch mal einen farbigen Kontrast geben darf. Die Vertriebsleute unterscheiden sich zwar nicht in der Farbwahl, tragen dafür aber Anzüge in extra slim fit, in einer Konfektionsgröße kleiner als passend.

Was für Vögel…

Die Drinks und das Essen war ausgezeichnet und ausreichend. Wein in allen Farben und ein Gin Tonic der mit richtig viel Hendricks, Gurke und Pfeffer bestückt wurde. Und dann wurde es lustig. An meinen Stehtisch gesellten sich zwei Damen, die sich als Geschäftsführerinnen eines Hotels in Potsdam vorstellen.

„Guten Abend, mein Name ist Führer und das ist meine Kollegin Frau Braun, wir führen das Hotel Hindenburg in Potsdam“

Führer und Braun, meine Damen, nur weil ich aus Österreich komme können sie mich nicht verkackeiern…Die Damen zückten Ihre Visitenkarten und hatten nicht gelogen. Heute früh, 12Stunden später sind meine Lachtränen getrocknet und die Bauchmuskeln wieder entspannt… Führer und Braun in Berlin um für das Hotel Hindenburg erbaut von Herrn Speer neue Loungemöbel zu ordern.

Hätte ich heute nicht die Frühmaschine aus Berlin genommen, das hätte bitter werden können. So befinden sich meine Kopfschmerzen auf der nach oben offenen „Maurer Skala“ bei erträglichen 3,8.

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