Ja wie cool ist das denn wieder…
Während Verwaltungs-, Pensions- und Gesundheitsreform seit Jahren feststecken kümmern sich die beiden neuen Partner der politischen „Jugend forscht“ Bewegung um die wirklich wichtigen Themen von Herrn und Frau Österreicher.
Aufhebung des geplanten Rauchverbots in Lokalen und die Wiedereinführung der Schulnoten in der Volksschule. Der Ausbau der Ganztagsschule und eine gewisse Dissonanz mit dem Herrn Bundespräsidenten rund um die Angelobung der Regierung.
Die Damen und Herren der Abteilung Comedy können sich jeden Tag bedanken.
Also während die Verwaltung immer größer, die Pensionen immer kleiner werden und die Krankenhäuser immer schlechter besetzt sind, raucht Herr van der Bellen schnell mal eine Tschik mit dem Vizefraktionschef des Rechtsaußen Bündniss ENF in Brüssel.
Weil der HBP gerne raucht, traut sich Raucher(freund) Nummer 2, die Freunde von Joe Camel und Johnny Marlboro mit der Hoffnung auf einen weiteren Aufschub der Rauchfreien Zonen Gasthaus zu umgarnen.
Bei einem Raucheranteil von rund 25% der Wahlberechtigten eine Zielgruppe die es zu bedienen gilt…
Der zweite, tatsächlich junge, im neuen türkis blauen Bündnis, darf noch gar nicht rauchen und kümmert sich deshalb um die Schule die ihm am nächsten ist.
Schulnoten in den ersten drei Volksschulklassen – Abschaffung, Einführung, Abschaffung, Einführung – alles was man mehr als zweimal (zurück) verändert hat, sollte man lassen wie es grade ist. Menschen die das zweite Mal mit dem gleichen Partner liiert sind wissen wahrscheinlich wovon ich schreibe.
Der beste Schüler von Allen wurde ganz am Anfang der 70iger Jahre eingeschult. Nahezu 40 Zellklumpen teilten sich ein Klassenzimmer und wurden in folgenden Fächern unterrichtet und benotet:
Betragen – Mitarbeit – Schreiben – Rechnen – Sachkunde – Religion – Handarbeit und Sport
Noten von 1 bis 6 zeigten den weiteren Weg
Frontalvortrag mit dem Hang zur körperlichen Züchtigung. Ohren ziehen, Kopfnuss und Lineal auf die Hand hauen gehörten zum Repertoire der Lehrer, die den Russland Feldzug überlebt hatten. Streicheln, Loben und antiautoritäre Klassengemeinschaft lehrten uns die Lehrer, die die 68iger Generation prägten.
Heute lernen die besten Mädchen von Allen in der zweiten Klasse bereits 4 Sprachen.
Der slowenischen Schule „geschuldet“ sind das natürlich Deutsch und Slowenisch, dazu gesellen sich Englisch und Italienisch. Der Hinweis der Schule, „bitte nehmen Sie die zusätzliche Fremdsprache Italienisch Ernst“, zeigt schon, dass die Menge des Lernstoffs zu einer Überforderung führen könnte.
Auch wenn es 45 Jahre her ist. Was wir in der Grundschule ganz sicher nicht hatten war ein Fremdsprachen Unterricht. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass wir zu Beginn der Klasse 2 bereits die 5er und 6er Reihen rechnen konnten und Zahlen über 100 kannten.
Gut fand ich bisher, dass Herr und Frau Lehrer sich zu den
Kindern Gedanken machen mussten und zu jedem Kind eine kleine Geschichte als Zeugnis geschrieben haben. SWOT Analyse für die Kleinen. Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken, irgendwie ein Weg in die Richtung eines Dialogs mit den Kindern und den Eltern.
Jetzt geht s wieder zurück und die Kleinen sollen wieder zwischen 1 und 5 eingestuft werden. Super Sache und eine reife Leistung die Ergebnisse eines Erstklässlers zwischen 2 und 3 oder 3 und 4 einzuschätzen.
Wahrscheinlich hat der „Kurze“ in der vierten Volksschule eine schlechte formulierte Beurteilung in einem Fach bekommen und rächt sich jetzt bitterlich.
Und weil er immer neidisch auf die Jungs und Mädels war, die den ganzen Tag in der Schule bleiben durften und nicht nach Hause mussten, ist er auch ein Fan des Ausbaus der Ganztagsschule. Wobei, was ist eigentlich länger als ein ganzer Tag?
Die Schulpflicht des Jahres 2020:
Alle Kinder müssen in ein Internat gehen. Montag bis Samstag Vormittag, dann 36 Stunden mit den Eltern und wieder ab ins Internat. Weil aber die Lehrergewerkschaft schon mitgeteilt hat, dass Überstunden nicht in Frage kommen, werden die Ferien von derzeit 14 auf 24 Wochen ausgeweitet. Zusätzlich müssen die Eltern ab Mittwoch Nachmittag sowohl den Unterricht, die Nachmittags Betreuung ,die Nachtaufsicht und das Kochen eigenverantwortlich übernehmen. Wer noch berufstätig ist oder keine Lust hat kann sich über „betreut.at“ eine Aushilfe buchen. Kosten pro Stunde 15 Euro.
Utopie? In meinem Blog vom Herbst 2009, immerhin fast 10 Jahre her, habe ich über eine Weltwährung phantasiert. Chinesen, Japaner, Amerikaner und Europäer schaffen eine gemeinsame Währung um wirtschaftliche Vor – oder Nachteile über künstliche Auf- oder Abwertungen unmöglich zu machen.
Gestern handelte der Bitcoin das erste Mal über 10.000 USD…
Kleine Rechnung am Rand:
Im Jahr 2011 erhielt man einen Bitcoin für rund 10 USD – Wer sich damals um 1.000 USD, einhundert Bitcoins gekauft hätte würde heute (Nuller Verschiebung, wie in der Politik!)
immer noch 100 Bitcoins besitzen.
100 multipliziert mit 10.000 ergibt die Kleinigkeit von einer Million USD.
Jippieh, jippieh, jippieh.