Es war einmal…

…vor langer, langer Zeit, da lebten in einem gar nicht so weit entfernten Land Frauen und Männer friedvoll und mit großer Freude zusammen.
So oder so ähnlich wird eine kommende Generation den Beginn eines Märchens des 21. Jahrhundert vorgelesen bekommen.
Doch dann wurde alles anders.
Neue Geschlechter wurden eingeführt. Die gleichgeschlechtliche Ehe, eingetragene Lebensgemeinschaft zwischen Menschen und Tieren und der massive Missbrauch von Sshutzbedürftigen durch „Mächtige“ führten zu einem totalen Wandel im Zusammenleben.
Im Jahr 2025 versuchte der weltweit letzte verbliebene Macho mit folgendem Spruch: „Du stehst so alleine an der Bar, darf ich Dir Gesellschaft leisten“, einer  Dame die Zeit zu vertreiben.
Das in diesem Jahr eingeführte Gleichstellungs- und #meenotorifthanonly Tribunal konnte durch die Einführung einer permanente Sprach -und Videoüberwachung des gesamten öffentlichen und privaten Lebensraum der Menschen, dieses Gespräch aufzeichnen. Aufgrund der Ansprache in der „Du“ Form und ohne vorherige schriftliche Übereinkunft der Kontaktaufnahme, wurde der Mann noch am gleichen Abend img_0284verhaftet. Über sein Schicksal ist nur wenig bekannt. Die letzte Spur dieses letzten Machos verliert sich in der Südsee, auf einer Insel auf der die männlichen Überbleibsel von „Adam sucht Eva“ bereits seit einigen Jahren auf Nachschub warteten und den sie dann auch ohne Kamera sehr gerne interview haben sollen.
Im Jahr 2025 leben und arbeiten Männer, Frauen und die vier anderen zu diesem Zeitpunkt zugelassenen Geschlechter absolut getrennt voneinander. Große Mauern und Wassergräben schützen die jeweiligen Geschlechter voneinander. Unter dem Titel #ichwillgernezudenMännern versuchten einige Frauen Einlass zu bekommen, die Antworten auf #esgehtauchohne sorgten allerdings schnell und unmißverständlich für Klarheit. Reproduktionsfirmen sorgen in diesen Jahren für den kontiunierlichen Fortbestand der jeweiligen Geschlechter, wobei den Geschlechtern 5 und 6 dabei große Bedeutung zukommen soll.
Ob das alles so weit hergeholt ist?
Wer wie ich schnell und gerne auch mal unvorsichtig mit seinen Worten ist, lebt im Jahr 2017 bereits auf der Rasierklinge. „Schönes Kleid“, „neue Frisur“ oder eine unbeabsichtige Berührung am Arm können bereits heute für ziemliche Aufregung sorgen.
Bitte nicht mißverstehen!!! In gar keinem Fall möchte ich die Übergriffe verharmlosen. Es ist eine Schande wenn Männer, Frauen oder andere Tiere ihre Machtposition ausnutzen und Schwächere mißbrauchen und nichts liegt mir ferner als schutzlose Menschen zu benutzen.
Leider gibt es eben keine fix definierte Grenze für das Miteinander. Was für den Einen noch erträglich ist, kann für eine Andere bereits ein Übergriff sein. Ein Ja, kann schnell und im Nachgang in ein Nein gedreht werden.
Ich liebe den Wortwitz und schon mein ganzes Leben finde ich es viel schöner, besonders zum anderen Geschlecht, charmant zu sein. Wenn ich aber mit jedem Wort bereits Gefahr laufe den Anderen zu bedrängen muss ich mich schützen und zukünftig meine Worte wesentlich sorgfältiger abwägen.

#ichwünschemirNormalitätzurück

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