womans day – und ich reg mich auf

Alle paar Monate bricht in den Geschäften der Wiener Innenstadt das Chaos aus.
Als ob es an den anderen Tagen nichts zu kaufen geben würde, wird am womans day in den Geschäften gekauft als ob es kein Morgen mehr geben würde. So weit ich das beurteilen konnte waren Parfümerie und Lederartikel besonders gefragt. Ebenso beliebt Damenoberbekleidung und Leibwäsche.
Kurz war ich versucht mir den Rabatt für eine der teuersten blauen blue Jeans Hosen von Allen zu sichern. Eine schöne Freizeithose für die Hauptstadt, für was.
Erfolglos habe ich versucht beim Branntweiner meiner Wahl, dem Mittagsmenu und an der Tankstelle einen Rabatt zu bekommen. Ob es beim Dealer am Karlsplatz, bei den Damen am Gürtel oder für ein Zinshaus im Ersten einen Abschlag gegeben hätte, habe ich aus Mangel an Interesse nicht recherchiert. Festgestellt habe ich aber, dass viele Menschen mit viel Gepäck nach Hause gingen.
Ich bin ob der Umstände auch unzufrieden in meine Wiener Kemenate gegangen. Trotz freudiger Erwartung auf ein Fussball Spiel der deutschen Nationalmannschaft wurde meine Laune nicht besser, denn ich fand einen Werbeprospekt der FPÖ in meinem Postkasten.
Nicht nur, dass dieser Prospekt meine politische Gesinnung nicht trifft. Auf meinem Postkasten ist ein Aufkleber der den Einwurf von nicht adressiertem Werbematerial verbietet und selbst die Prospekte des „Dänischen Bettenlagers“ abhält. Der Wiener FPÖ ist nichts zu blöd, und da sich niemand traut gegen den unerwünschten Erhalt vorzugehen, landete Das Bürgermagazin – Wir Wiener,  mit wertvollen Informationen bei mir.
Deutsch, weltoffen und friedlich gegen:
– Rot-Grün schaut Islamisierung tatenlos zu
– Wahl wird ein Denkzettel für Häupl und Co
daneben ein Foto von HC Strache mit energisch, kritisch zugekniffenen Augen.
Es sind immer noch die Fairness Tage die wir laut Herrn Strache gerade genießen, oder die noch kommen werden.
Folgende Fairness Definitionen wurden mir mitgeteilt:
Integration und sehr gute Deutschkenntnisse sollen Grundvorraussetzung dafür sein in Wien leben und arbeiten zu dürfen…Ich lach mich kaputt – was ist mit den Vorarlberger, Weststeirer, Lavantaler und den Piefkes? Wer definiert Integration und die Deutschkenntnisse…der Herr Magister von der Burschenschaft?
Wenn das öffentliche Straßenbild – ob es nun um Bekleidungsregeln oder die Gestaltung von Geschäftsstraßen geht – gesetzlich so geregelt wird, dass Wiener sich in ihrer eigenen Stadt nicht fremd fühlen müssen… das wird immer besser. Was beleidigt wen stärker? Die Kurze mit Sandalen und Socken oder eine Ninja Verkleidung
und wer mietet denn im Moment noch: Handy Reparatur und Kebap
Öffentliche Koranverteilungen generell verboten werden
So so, die ersten Bücher werden schon verboten.

Das ist echt nicht meine Welt. Bewerten,  Fast müsste ich mich aufregen.
Trennen und weggeben. Vielleicht bin ich durch die Geschichte meines Geburtslandes einfach zu vorbelastet.

 

 

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