Hugh Hefner ist tot, meine Bayern verlieren 3 zu 0, die Schule der besten Mädchen von Allen wird wegen einer Bombendrohung gesperrt und der Drang zum Rauchen kommt immer wieder. Für so viel Schrecken braucht es nicht einmal 3 ganze Tage. Donnerwetter.
Der Schreck über die, zum Glück falsche, Bombendrohung steckt mir immer noch in den Gliedern. Zwar gab es auch in meiner Kindheit immer wieder mal „Spaßvögel“ die eine schriftliche oder telefonische Drohung aussprachen. In Zeiten von radikalen Terrorgruppen die mit LKWs in Menschengruppen fahren, katholische Priester bestialisch ermordern oder einfach mal eine U Bahn in die Luft jagen, nimmt so eine Drohung einfach eine andere Dimension an.
Wie einfach es ist unsere Gesellschaft zu bedrohen und wie schwer es ist unser gemeinsames und friedliches Leben zu schützen, zeigte der Dienstag Morgen. Besonders in der Zusammenarbeit von Schule, Polizei und Eltern.
Exakt an dem Platz an dem sehr gerne Strafzettel verteilt werden, sperrten die Polizisten nach der Bombendrohung zwar die Strasse großräumig ab, leerten den Supermarkt in dem die Drohung gefunden wurde, leider vergaßen Sie, dass sich im Zwischengeschoss ein Kindergarten mit rund 40 Kindern und 4 Kindergärtnerinnen befindet. Uppsi, kann ja mal passieren.
Glück, dass die Schulkinder an diesem Morgen einen Ausflug machten und großartig wie sich die Lehrer um die Kinder kümmerten.
Aussagen in Zeitungsblogs wie, „solche Fehlalarme gibt es immer wieder“ – „lustig, immer nach Schulstart macht sich einer wichtig“, „ist ja gut gegangen“, zeigen wie unvorbereitet und angreifbar unsere Gesellschaft ist.
Niemand und nichts kann zu 100% vor den Irren geschützt werden, das ist klar, aber sich einfach wegzuducken kann ja wohl nicht die Lösung sein.
Niemals weggeduckt hat sich Hugh Hefner. Bereits 1953 beschloss er ein Männermagazin zu gründen. 1000 Dollar von seiner Mutter waren das Startkapital, Marilyn Monroe, leicht bekleidet auf dem Titelbild der ersten Ausgabe. Und wenn es stimmt wird der Mann der wohl mehr Frauen kannte als es Sandkörner in Lignano gibt, seine letzte Ruhestätte eben neben Marilyn Monroe haben.
In meinen Gedanken bleibt Hefner einer der ersten Playboys und gleichzeitig auch einer der letzten Machos, die sich noch trauten ihre Liebe zu den Frauen öffentlich zu machen. Heute ist das nicht mehr opportun. Genderneutral, politisch korrekt und immer schön drauf achten, dass die Blicke zwischen den Augen bleiben. Mann! Wähle Deine Worte mit Bedacht und betone die Endungen. Und in gar keinem Fall und unter gar keinen Umständen berühre eine Frau an und mit einem anderen Körperteil als mit der rechten Hand. Sonst droht Dir das Fegefeuer der Alice Schwarzer.
Wie cool war es von einem älteren Kumpel ein schon leicht abgegriffenes Exemplar des Playboy zu bekommen, wie witzig war es bei der Übernahme eines Büros hinter dem Büroschrank 2 ältere ebenso abgegriffene Ausgaben zu finden.
Ruhe in Frieden Du Held von Millionen von Männern, Danke für die vielen interessanten politischen Reportagen und die lässigen Fahrberichte von Autos in Deinen Magazinen. 