…kann man wirklich alles.
Von sehr großem Vorteil ist dabei, wenn man als Verkäufer keinen dringenden Geldbedarf und somit Zeit hat. Ganz nach dem Spruch „Jeden Tag steht irgendein Doofer auf“, muss man einfach nur warten können.
Wie schon kurz erwähnt, hatte sich für Samstag Nachmittag „der Gilbert aus Südtirol“ zum Vespa kaufen angekündigt. Sehr verdächtig. Keine Preisverhandlung im Vorfeld, kein Jammern wegen der Entfernung, der Benzin-Maut und Verpflegungskosten.
„Komme am Nachmittag, bitte reservieren“ – „Bin im Stau, bitte warten“ – „Wird wohl doch eher Abend – aber wir kommen“. Bei jedem telefonischen Kontakt konnte ich entweder die Vorfreude der potentiellen Käufer oder mein steigendes Unbehagen spüren. Ich entschied mich fürs Positive und wurde nicht enttäuscht.
Zwei wirklich nette, mittelalte, Zeitgenossen trafen bei schon einsetzender Dunkelheit ein und wenige Minuten später waren Papiere, Geld und Schlüssel getauscht. Kein Feilschen und kein Jammern, sondern Freude pur über das schöne Stück. Ein Beispiel dafür, dass es besser ist das Gute und die Freude am Leben in den Vordergrund zu stellen. Zugegeben nicht immer leicht, aber einen Versuch wert. Danke Gilbert aus Südrirol.
Positiv auch, dass ich nach Tag 8′( ich muss schon mit den Fingern zählen) bei Null gerauchten Zigaretten stehe und das Verlangen danach sich immer stärker verabschiedet.
Verabschieden müssen sich wohl auch Deutschlands Sozialdemokraten von der Idee Angels Merkel vom Thron des deutschen Bundeskanzlers zu stossen. Aus meiner Sicht ist es fast unmöglich gegen dieses Phänomen anzukämpfen. Wer sie persönlich beleidigt, beleidigt Deutschland, wer die positive Entwicklung in Frage stellt, verdrängt die Realität. Den Menschen Angst vor der Zukunft zu machen reicht zum Glück nicht um ein Land zu regieren, ausser vielleicht in Österreich?