Das Paarungsverhalten neurotischer X- und Y’ler

Dass Männer und Frauen nicht für ein dauerhaftes Zusammenleben geschaffen sind, hat wahrscheinlich jeder schon am eigenen Nervenkostüm erlebt. Entweder durch das persönliche Versagen, die Unzulänglichkeiten eines Partners oder als Therapeut im Freundeskreis. Kennt eigentlich jemand noch ein Paar, die Großeltern und Eltern mal ausgenommen, das schon lange und glücklich, zusammenlebt. Ja? Dann gehen die Fragen weiter: was ist lange, sind beide glücklich, oder nur einer, oder eventuell nur das Haustier? Handelt es sich um eine rein wirtschaftliche Beziehung oder soll dem Nachwuchs eine heile Familie vorgespielt werden? Das nennt sich dann Nestmodell, ein festes Heim in dem die Kinder fix wohnen und die Eltern dieses Heim abwechselnd benutzen.

Es ist ernüchternd wie wenig Glück, im Vergleich zu den Unmengen an Schmerz, Unzufriedenheit und Unglück,  durch den Bund zwischen Mann und Frau geschaffen wird. Von 100 Paaren die heiraten, lassen sich ca 50% scheiden. Von den verbleibenden 50 Paaren geben nur rund 25% an dass beide in der Beziehung glücklich sind.
Na, wer kann Kopfrechnen?
200 Menschen verbinden sich, die Hälfte lässt sich scheiden, bleiben 100 (50 Paare), davon sagt ein Viertel (also 12,5 Paare) dass sie beide glücklich sind. Der Rest hat aufgegeben. 25 von 200…
Trotzdem findet jedes Jahr der Kampf um die besten Plätze in Kirchen, Hotels und Restaurants statt. Worte mit tiefer Bedeutung werden gesagt, in Reime verpackt oder von wirklich schlechten Sängern vorgetragen. Die besten Freunde stellen das Paar vor kurzfristige Herausforderungen, um sie zusammen zu schweißen. Die Braut wird vom ehemaligen Lover entführt und meistens wieder zurückgebracht. Die Geldgeschenke der Hochzeitsgäste werden für das Anlagevermögen verwendet, das dann in ca 7,5 Jahren unter Schmerzen wieder aufgeteilt wird.

Andersrum gerechnet: Stellen wir uns vor alle in Beziehungen stehenden Menschen verhalten sich wie Verheiratete. Das würde bedeuten, dass 87,5% aller Menschen die wir jeden Tag treffen in keiner glücklichen Beziehung stecken oder unzufrieden sind.
Was für eine extreme gute Quote. 87,5% Chance auf Erfolg. Bei jeder Wette, beim Poker oder an der Börse würden wir bei so einer Quote „all – in“ gehen. 
Betrachte ich mein weiteres Umfeld gehen immer weniger „all-in“, viele wollen nicht mal mehr ein kleines Stück reingeben. Frustration, Unzufriedenheit, überzogene Erwartungen wohin man schaut. Je mehr an Lebenserfahrung und persönlicher Geschichte getragen wird, desto komplexer wird das eigene Verhalten und das Finden eines Partners. Besonders betroffen bei der verzweifelten Suche nach einem, zumindest übergangsweise, liebenswerten Menschen, sind die Generationen X (bis 1980) und Y (1980 bis 2000). Die Boomers, geboren bis 1965, der der beste maurer von Allen angehört, haben es hinter sich, die Generation Z ab 2000 hat es noch vor sich.

Dabei fällt mir, in meiner bescheidenen, persönlichen Recherche auf, dass es die bereits etwas angereifte Damenwelt (Ende X, Anfang Y) offensichtlich wirklich schwer hat einen Mann zu finden. Obwohl voreingenommen und prinzipiell immer auf der Seite der Männer stehend, erscheint es mir, dass die reifen Männer einige Macken zuviel haben. Dass diese Macken durch die vorherigen Beziehungsjahre entstanden sein könnten, ist dabei nur eine sehr subjektive Vermutung.

Nein, ich stecke weder in einer Liebes-Lebens-oder sonstigen Krise – ich bin froh und dankbar, dass mein zweiter Bildungsweg in der besten Ehe von Allen respektvoll und sehr glücklich verläuft.

Glücklich sind heute ganz sicher auch die großen deutschen Atomkonzerne. Eon, RWE, ENBW und Vattenfall gaben die Sorgen um die Endlagerung des Atommülls gegen die bescheidene Summe von 24 Mrd Euro an den deutschen Staat ab.  Dieser hat jetzt gleich mehrere Probleme. Erstens kann das „Sepa“ Überweisungssystem keine Milliardenbeträge verbuchen (Es werden mehrere halbe Milliarden verbucht) und zweitens liegt die Last ein geeignetes Endlager zu finden nun beim Staat. In einem eigens dafür geschaffenes Gesetz wird geregelt, dass unabhängig von den zukünftig entstehenden Kosten für die Lagerung, die Unternehmen aus dem Obligo sind. Lösungen, abseits der Salzstöcke in Gorleben, gibt es noch keine. Die deutsche Regierung verfährt mit dem Atommüll also so wie die vorher beschriebenen Single Damen. Sehr selektiv abwarten was da so an Optionen kommt. Allerdings liegt die Halbwertszeit (Zeitraum in dem sich die Menge und die Aktivität von radioaktiven Elementen auf die Hälfte reduziert) von Plutonium (giftigster Stoff der Welt) bei 24.110 Jahre. Etwas länger als die Halbwertszeit von Ehen, dafür genauso toxisch.
Gute Nachrichten für die oben genannten Energiekonzerne die trotz der hohen Kosten an Kurswert zulegen konnten.
Risiko aus den Firmenbüchern –  rein in den Staatshaushalt. Gratulation!

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