Nicht mehr lange, dann ist die Hälfte des Jahres vorbei. Ende Juni, Jahrsmitte. Gedanklich können wir schon wieder die warmen Jacken und Mäntel aus den hinteren Bereichen der unendlichen Weiten der Kleiderschränkinnen (weiblich) holen. Ist der Juni erstmal Geschichte, fliegen die Sommerferien an uns vorbei und kurz darauf kommt der erste Morgennebel.
Noch sind die Tage lange und warm, die meisten Nächte kurz und beim Abzählen der Tage bis zum Sommerurlaub brauche ich noch mehr als die beiden schönsten Hände von Allen. Das ist vielleicht auch gut so, denn ich habe noch einiges zu erledigen bevor ich 3 Wochen lang nur Flip Flops trage:
Nachdem ich einige Jahreszeiten am schönsten Rasen von Allen gearbeitet habe, zeigt mir im Moment mein neuer bester Freund, der Talpa europaea, wie schnell aus englischem Rasen ein Acker entstehen kann und dass ich mich ein bischen um ihn kümmern muss.
Das Fell meines neuen Freundes ist üblicherweise grau gefärbt, seine Färbung kann aber über bräunlich bis ins schwarz variieren. Er erreicht eine Kopfrumpflänge von 10 bis 17 Zentimeter, der Schwanz wird 2 bis 4,5 Zentimeter lang und ist nur spärlich behaart – diese Haare sind als Tasthaare entwickelt. Das Gewicht erwachsener Tiere liegt meist zwischen 60 und 120 Gramm. Der Rumpf dieser Tiere ist walzenförmig, der zugespitzte Kopf sitzt auf einem kurzen, kaum sichtbaren Hals. Die Vordergliedmaßen sind zu Grabwerkzeugen umgebildet. Die Grabetätigkeit erfolgt durch die Drehung des Oberarms, die durch die gut entwickelte Armmuskulatur durchgeführt wird…
Mein Maulwurf, der hoffentlich bald wissen will, wer ihm auf den Kopf gemacht hat!
In Österreich verbietet §6 des Österreichischen Bundestierschutzgesetzes (Bundesgesetz über den Schutz der Tiere [Tierschutzgesetz – TSchG]) Wirbeltiere ohne vernünftigen Grund zu töten, so dass auch beim Maulwurf nur in besonderen Fällen eine Tötung erlaubt ist. Des Weiteren verbietet auch §5 des Gesetzes „einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen oder es in schwere Angst zu versetzen“.
Noch bin ich weit davon entfernt den Wühler zu töten, betrachte ich die vielen Hügel
in der Wiese und zwischen den schönsten Pflanzen von Allen , dann würde ich ihm schon gerne ein wenig Leid zufügen.
Eine Empfehlung der Naturschützer lautet, den Garten naturnah zu gestalten und so den natürlichen Feinden einen Lebensraum zu bieten. Zu den natürlichen Feinden des Maulwurfs zählen Hochwässer, dauerhafter Bodenfrost und Rivalen der eigenen Art. Fressfeinde sind Vögel, wie Eulen, Mäusebussarde, Rabenvögel und Weißstörche sowie Raubtiere wie Füchse und die Marderarten, wie zum Beispiel der Iltis, aber sogar
Wildschweine…
Also gut, ich lege also eine Kräuterwiese an auf der ich ein paar kleinere und größere Raubtiere halte. Danach flute ich die Wiese Garten um mittels aller Klimageräte Kärntens zu vereisen. Wenn das alles nichts hilft besorge ich mir noch kurz ein paar Raubvögel.
Weil das alles keinen Sinn macht habe ich tatsächlich beschlossen dem Hügelbauer die Menge an Schmerz zurückzugeben, die mir durch das ständige Wegarbeiten der Hügel, Steine aussortieren und nachpflanzen der Wiese entsteht. Lärm und Buttersäure mag er nicht, deshalb hat er jetzt eine 24 Stunden Rassel- und Pfeifbeschallung, die in Verbindung mit in Buttersäure getränkten Holzstäbchen den Wühler zum Nachbarn schicken soll.
Frei nach dem Floriani Prinzip „O Du lieber Maulwurf fein, verschon mein Grün und grab Dich beim Nachbarn ein…“
Eine Art Nachbarschaftshilfe hat der Volkswagen Konzern Anfang der 90iger Jahre mit dem Bau des Werkes in Bratislava gemacht. Aufgrund der niedrigen Löhne und der bestehenden Skoda Infrastruktur hat VW in der Slowakei seine Kapazitäten bis heute auf rund 12.300 Mitarbeiter und rund 400.000 gebauten Autos pro Jahr erhöht.
Eine Abhängigkeit die ausgenutzt warden kann. Vergangene Woche streikten die slowakischen Mitarbeiter 6 Tage lang um höhere Löhne. Mit Erfolg. Bis Ende 2018 erhalten die Mitarbeiter Gehaltserhöhungen von rund 13% und einmalig 500 Euro. Der Grund liegt nicht daran, dass die slowakischen Autobauer schlecht verdienen, ganz im Gegenteil. Rund das doppelte des slowakischen Durchschnitteinkommens beträgt das Einkommen bisher, der Grund war die deutliche Schlechterstellung gegenüber den Kollegen in Deutschland…
Die Geister die ich rief. Hoffentlich ist das nicht der Anfang vom Ende des durch den Autobau entstandenen Wohlstandes.
Sonst gibt es bald mal ein Kinderbuch mit dem Titel:
Der Gewerkschaftler, der wissen wollte, wem er auf den Kopf gemacht hat!