Ratten

Heute habe ich gelesen, dass in München Ratten zu einem immer starker werdenden Problem werden. Zuerst dachte ich es handelt sich um einen Bericht im Sportteil und es geht um den Finanzinvestor von den 60igern. Weit gefehlt. Im Jahr 2016 mussten die Münchner Behörden über 2411 Mal ausrücken um Maßnahmen zur Ermittlung und Veranlassung zur Bekämpfung der aggressiven Nager durchzuführen.  Jeden Tag über 6 Einsätze, Tendenz auch in diesem Jahr stark steigend, nicht schlecht.
Diese Aktivität würde ich mir für Wien auch wünschen. Nicht dass ich schon vielen der grauslichen Vierbeiner begegnet wäre. Zum Glück nicht, nein, aber zweibeinige Ratten laufen genug durch diese Stadt.

An jeder Ecke wird man angeschnorrt. Geld, Zigaretten, ein Abo für die Rettung der Wale, eine Strassenzeitung, eine Rose – ach leck mich doch am Ar…
Keine zehn Meter kann man gehen ohne ein schlechtes Gefühl haben zu müssen. Wenn ich so viele Münzen bei mir hätte, damit ich mich in Ruhe rund um den Stephansdom bewegen könnte würde mir die Hose an den Knöcheln hängen. Kein schöner Anblick.
Menschen mit einer Haut wie eine alte Lederhandtasche, gegerbt von der Sonne und dem Wind Südosteuropas, verkaufen die Strassenzeitung Augustin, aufgelegt von und für Wiener Obdachlose. Die Töchter dieser Herrschaften übergeben ganz freundlich Rosen, die ihre beste Zeit schon hatten, um sofort in den Drakula Modus zu wechseln wenn man nicht mindestens 5 Euro dafür geben will. Wer nicht sofort die Zigarettenschachtel zückt wenn ein netter Onkel „Host a Tschik fir mi?“ fragt läuft Gefahr Prügel oder wenigstens eine üble Beschimpfung zu bekommen. Typen mit herbsäuerlichen Mundgeruch geben offen zu verstehen dass sie auch Scheine nehmen und der nette Inder mit dem Turban bietet mir, gegen Entgelt, meine Hand zu lesen.    Untitled

Dazwischen fragen zwei Amerikaner ob ich Ihnen den Weg nach Schönbrunn zeige und eine Gruppe Asiaten bittet um die Route zum Louis Vuitton Geschäft.
Die Damen und Herren der Exekutive nehmen derweil in Kleingruppen ein Sonnenbad und halten mit ihrer offensichtlichen Gelassenheit die drohende Terrorgefahr in Schach.
Laut der Wiener Bettel Verordnung ist das Betteln in Wien nicht generell verboten, sondern nur bestimmte Formen – wie aufdringliches, gewerbsmäßiges oder aggressives Betteln.
Also ich empfinde jede der beschriebenen Arten als aufdringlich. Das sogenannte stille Betteln unternehmen nur die Exekutivbeamten, den die betteln sehr still um Kritik.
Kritik hat über viele Jahre auch der chinesische Aktienmarkt einstecken müssen. Nicht transparent genug, kein Zugang für asuländische Investoren, getürkte Wachstumsprognosen, künstliche Währungsveränderung. Nun erhielten die Chinesen den Ritterschlag. Der amerikanische Indexberechner MSCI hat China in den Flag_of_the_People's_Republic_of_China_svgSchwellenländerindex aufgenommen. Drei Jahre lang hatten die Amerikaner die Aufnahme von Wertpapieren aus der zweigrößten Wirtschaft der Welt verweigert. Stets hatte die Begründung gelautet: Chinas Finanzmarkt sei zu verschlossen.Für diese Sichtweise gibt es gute Gründe. Nicht nur, dass in China in weiten Teilen nur heimische Staatsbanken agieren können. Auchhat die Regierung in Peking wiederholt massiv in die Börsen eingegriffen, um die Kurse nach oben zu hieven, koste es, was es wolle.
Für 25 der 222 chinesischen Aktien könnte die Aufnahme in den MSCI nun größere positive Folgen haben.  Deren ausgebende Unternehmen seien international so wettbewerbsfähig, dass der Handel mit ihren Anteilsscheinen auf die doppelte Umsatzmenge steigen könne.
Vielleicht können uns die chinesischen Geschäftemacher ja helfen der vierbeinigen Rattenplage Herr zu werden. Vielleicht ein start up das die Verwertung der Nager in diversen von aliexpress vertriebenen Produkten einarbeitet…

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