Vatertag

Man nehme einige Väter, deren Kinder und die dazugehörenden Mütter. Reserviere einen Tisch in einem schattigen Gastgarten, idealerweise am Seeufer und warte ab was passiert… Eigentliche ein einfaches Rezept für einen gelungenen Tag.
„Kannst Du mir das Rezept aufschreiben oder mailen?“, wenn ich diesen Satz schon höre…
Jede Speise, jeder Kuchen, Longdrinks, sogar sämtliche  Hautcreme Mischungen die jemals in Zentral- Süd und Osteuropa, den baltischen Staaten und im gesamten asiatischen Raum zubereitet wurden, befindet sich in der nun größten ungehefteten, international anerkannten, Sammlung von Rezepten.
Dass diese Rezepte niemals oder sogar noch seltener den Weg auf den besten Esstisch von Allen finden spielt keine Rolle. Es geht darum sie zu haben, sollte Frau sie brauchen können dürfen könnte.
Das Rezept für einen, zumindest für die Väter, wunderbaren Vatertag hat einwandfrei funktioniert:
Die Basis wurde mit einem guten Frühstück gelegt. Dabei bedienten wir uns gerne auch vom Teller der Damen, was an den anderen 364 Tagen des Jahres genau andersrumpassiert, und sorgte bereits nach ein paar Viertelstunden für die erste pfeffrige Note am Tisch. Die sonst so ruhigen Männerstimmbänder wurden durch ein paar ebenso leicht pfeffrige Getränke geölt und der Inhalt der Gespräche nahm den Lauf wie es eben so ist.
Wetter, Kinder, Mode, Schule und Lehrer kamen bei uns nicht so oft vor wie am anderen Ende des Tischs. Eher im männlichen Mittelpunkt: Verhaltensauffälligkeiten, Beziehungen, Autos, Literatur mit Bildern und Anschauungsunterricht aus dem nahegelegenen Strandbad.
Als die Kellner uns die Stühle unterm Hintern für die späten Mittagsgäste wegzogen war klar, dass dieser Vatertag noch kein Ende nehmen darf.
Gut dass es, ausser im schönsten Garten von Allen, bereits ein umfangreiches Angebot an privaten Schwimmbädern gibt. Dort angekommen haben sich die Kinder ins Wasser, die Damen in den Schatten und die besten Väter von Allen an die häusliche Bar zurückgezogen. Super, wenn auch ohne lange Vorbereitung und ohne den Austausch von Rezepten die wesentlichsten Zutaten für einen lauen Sommer Nachmittag  vorhanden sind: Eiswürfel.
Die anderen Notwendigkeiten: Wasser für die Kinder, Mineral und leichter Weisswein für die Ladies sowie Gin und Tonic für alle anderen sind sowieso immer und in ausreichender Menge vorzuhalten…
Und so wurde aus einem Vatertags Frühstück am See, ein Frühschoppen mit gemütlichem nachmittäglichen Ausklang,  an dem wir unsere Seelen reinigten, unsere Nieren gut durchspülten und Kraft für die nächsten 364 Muttertage sammelten.

Die internationalen Investoren, besonders die in Technologie Aktien investieren, scheinen im Moment ebenfalls Kraft zu sammeln. In einer von Unsicherheit geprägten Zeit, bleibt die Stimmung der Investoren zwar gut, die aktuelle Entwicklung und erste Gewinnmitnahmen drücken allerdings im Moment auf den seit Monaten bestehenden Optimismus.
Dass an den Anlagemärkten schlechte Nachrichten oftmals gute Nachrichten sind ist nichts Neues. Was für den Einzelnen oder eine Gruppe von Menschen eine Tragödie darstellt, kann für Andere eine gute Chance sein. Dass es dabei nicht nur um Kaufgelegenheiten nach Kursrückgängen geht ist auch klar. Entlassungen oder Produktionsverlagerungen in Niedriglohnländer senken die Kostenstruktur und erhöhen den Profit von Unternehmen. Wer seinen Job verliert kann sich darüber freuen, dass Aktionäre einen höhere Dividende erhalten.
Dass die weltweiten Wasservorkommen relative ungerecht verteilt sind ist uns im ersten Reflex relative egal. 2 mal am Tag duschen, die Pools füllen und die Blumen gießen ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Meine Freunde aus Afrika und Asien sehen das etwas anders.
60% aller Menschen leben in Asien und verfügen über ein Drittel der Vorkommen an Frischwasser. Ganz dramatisch die Situation in China wo rund 20% der Weltbevölkerung leben, die nur über rund 3% des weltweiten Frischwassers verfügen.

water
Der weltweite Wassermarkt setzt im Jahr mehr als 600 Mrd USD um, die Veränderung der Lebensgewohnheiten in Asien und Afrika (Wohlstand, Urbanisierung, Umstellung der Nahrung) lässt mehr als eine Prognose zu, dass sich der Markt eher nicht entspannt.
Menschen ohne Wasser haben ein Problem, Investoren die Möglichkeit in dieses Ungleichgewicht bzw. in die Lösung des Problems zu investieren.
Neben Industrie- und Technologiefirmen sind auch Versorgungsunternehmen im Wassermarkt tätig. Während letztere oft einen höheren Anteil ihres Umsatzes mit Wasser erzielen, scheinen Industrie- und Technologiefirmen Wachstumspotenzial zu besitzen. Zumindest in der Vergangenheit haben sich denn auch die Industrietitel besser entwickelt. Der FTSE-EO-Water-Technology-Index, in dem sie stark vertreten sind, hat den S&P-Global-Water-Index hinter sich gelassen. Interessierte Anleger können in das Wasser Thema via Indexfonds (ETF) oder aktiv verwalteten Fonds investieren.

Wir Väter nehmen dieses Problem sehr Ernst und werden weiterhin auf den Konsum von Trinkwasser verzichten und unsere Körperhygiene auf das Notwendigste  beschränken.

 

 

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