2010 – Friseur Index – wie alles begann…

Der private Konsum ist ein wesentlicher Träger und die Zukunftshoffnung für das Wachstum der entwickelten Volkswirtschaften.

In Amerika trägt der private Konsum ca. 70% zum Wirtschaftswachstum bei, in der europäischen Union liegt die Zahl immerhin noch bei ca. 60%. Das Wirtschaftswachstum ist  ein Kreislauf der nicht durchbrochen werden sollte. Beschäftigte leisten Arbeit, erhalten dafür Lohn und Gehalt, der zum Großteil wieder in die Wirtschaft investiert wird.
Viele Analysehäuser und Institutionen beschäftigen sich mit Verbrauchervertrauen, Wirtschaftswachstum, Sparquoten, neu gebauten Häusern, Vertrauens- und Konsumindices. Schwierig genug, bei all den Zahlen den Überblick zu behalten und noch schwieriger, die Zahlen richtig  zu interpretieren.
Eine einfache Alternative ist es, die eigenen Beobachtungen im Alltag zu schärfen.
Wenn ich durch die Strassen gehe und die notwendigen Besorgungen durchführe, versuche ich meinen persönlichen Vertrauens-/Konsumindex („Frisör Index“) zu definieren. Dieser wird nicht durch Zahlen und Fakten, schon gar nicht durch ein Wirtschaftsforschungsinstitut gemessen und aufgezeichnet. Mein Frisör Index besteht nur aus Beobachtungen, Gesprächen und meinem Gefühl.

Rein subjektiv stellt mein Frisör Index derzeit folgendes fest

  • Die Einkaufstaschen der Menschen sind immer noch prall gefüllt mit Lebensmitteln – der Konsum hochwertiger Artikel lässt nach
  • Sonderangebote, Rabatte und die Anzahl von Flugblättern nimmt stark zu – die Käufe teurer Waren bleiben trotzdem auf niedrigem Niveau
  • Freunde finden zu Hause kochen auf einmal „eine unterhaltsame Alternative“.
  • Alte Sachen am Flohmarkt verkaufen ist „irre lustig“.
  • Das Wochenende zu Hause ist „wirklich entspannender“ als der Kurztrip innerhalb Europas

und:

  • Sie bekommen bei Ihrem Frisör, und zwar zum Wunschtermin und bei jeder(m) Frisör(in) die Sie sich wünschen, die Haare geschnitten.

Wer also regelmäßig seine Haare schneiden lässt, ich hoffe alle von Ihnen tun das, kann davon ausgehen, dass wir das Ende der Krise erreichen werden, wenn es wieder heißt:

„Nein, bei der „Kerstin“ hab ich frühestens was in 2 Wochen…“

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